REACH – Verordnung

REACH-Verordnung

Die Unternehmen der BrüggemannGruppe (im Folgenden "BRÜGGEMANN") nehmen unter REACH [VO (EG) 1907/2006] die Rollen des Herstellers, Importeurs und auch des nachgeschalteten Anwenders ein.

Derzeit wird davon ausgegangen, dass sich das Produktportfolio aufgrund der Auswirkungen der REACH Verordnung auch über 2018 hinaus nicht  ändern wird.

Sollte es dennoch notwendig sein, das Produktportfolio anzupassen, wird BRÜGGEMANN alle betroffenen Kunden entsprechend informieren, um rechtzeitig gemeinsame geeignete Lösungen erarbeiten zu können.

Vorregistrierung

BRÜGGEMANN hat sichergestellt, dass die Inhaltsstoffe aller Produkte und Rohstoffe, die nicht von europäischen Lieferanten bezogen werden ordnungsgemäß vorregistriert sind.

Die Vorregistrierung ermöglicht die Inanspruchnahme der Übergangsfrist für Stoffvolumina < 100 t/Jahr bis 2018.

Registrierung

Alle 2010 (Phase I) bzw. 2013 (Phase II) registrierpflichtig gewordenen Stoffe wurden  von BrüggemannChemical fristgemäß registriert:

·    BRÜGGOLIT® E01

    (Natriumhydroxymethansulfinat hydrate)            

·      Natriumhydrosulfit

·      Zinkoxid

·      Basisches Zinkcarbonat

·      Zinksulfat

·      Ethanol

·      Fuselöl

·      BRÜGGOLIT® FF6 und BRÜGGOLIT® FF7

·      BLANCOLEN® HP      

·      BRÜGGOLEN® C10

·      BRÜGGOLEN® C20P

 

Alle anderen vorregistrierten Stoffe werden bis spätestens 31. Mai 2018 (Phase III) registriert werden.

Die Registriernummern von gefährlichen Stoffen können aus den Sicherheitsdatenblättern entnommen werden. Für andere Stoffe sind Informationen nach Artikel 32 der REACH Verordnung verfügbar.

SVHC - Besonders besorgniserregenden Stoffe

Die europäische  Chemikalienbehörde ECHA hat eine Liste von besonders besorgniserregenden Stoffen, den sogenannten SVHC Stoffen (Substances of Very High Concern) aufgestellt. Diese SVHC Liste wird etwa alle 6 Monate fortgeschrieben bzw. aktualisiert. Aufgenommen in diese Liste werden Stoffe wie z.B. CMR-Stoffe der Kategorien 1A und 1B, PBT- und vPvB-Stoffe sowie endokrin wirksame Substanzen.

SVHC-Stoffe sind Kandidatenstoffe für ein Zulassungs- oder Beschränkungsverfahren gemäß der REACH-Verordnung.

Sofern ein Produkt einen SVHC-Stoff oberhalb der Berücksichtigungsgrenze enthält, wird BRÜGGEMANN der Kommunikationspflicht gemäß Artikel 33 der REACH-Verordnung durch die Weitergabe dieser Information im zugehörigen Sicherheitsdatenblatt unverzüglich nachkommen. Weitere Kundenanfragen sind deshalb nicht erforderlich.

Sicherheitsdatenblätter

BRÜGGEMANN erstellt die Sicherheitsdatenblätter (SDB) entsprechend den Vorgaben der REACH-Verordnung (EG) 1907/2006 Anhang II. Die SDB werden regelmäßig überprüft und ggf. aktualisiert.

BRÜGGEMANN wendet die Regelungen zum Sicherheitsdatenblatt gemäß Art. 31 in Verbindung mit Anhang II der REACH Verordnung an

·         für gefährliche Stoffe oder gefährliche Gemische

·         für PBT und vPvB-Stoffen und für

·  Gemische, die SVHC-Stoffe in Konzentrationen >0,1 Massenprozent enthalten

Generell erhalten BRÜGGEMANN Kunden ein Sicherheitsdatenblatt bei Erstbezug eines Produkts oder falls neue Informationen, die Auswirkungen auf Risikomanagementmaßnahmen haben können, oder neue Informationen über Gefährdungen verfügbar werden, sofern das Produkt innerhalb der letzten 12 Monate  bezogen wurde.

BRÜGGEMANN wird auch in Zukunft über die Forderungen des Gesetzgebers hinausgehen und grundsätzlich für alle Produkte ein Sicherheitsdatenblatt zur Verfügung stellen, d.h. auch für solche, die keine gefährlichen Stoffe oberhalb der Berücksichtigungsgrenze enthalten.

Die erweiterten Sicherheitsdatenblätter für Stoffe oder Gemische, für die eine Stoffsicherheitsbeurteilung (Chemical Safety Assessment, CSA) durchzuführen und ein Stoffsicherheitsbericht (Chemical Safety Report, CSR) zu erstellen ist, enthalten auch die Informationen, die im Rahmen der Stoffsicherheitsbeurteilung gewonnen wurden, also u.a. die DNEL- und PNEC-Werte sowie die einschlägigen Expositionsszenarien.

 

Stoffsicherheitsbericht

BRÜGGEMANN untersucht die Wechselwirkungen auf Mensch und Umwelt von hergestellten oder importierten Stoffen. Bei gefährlichen Stoffen ab einer Jahresmenge von 10 Tonnen wird hierzu eine Stoffsicherheitsbeurteilung (Chemical Safety Assessment, CSA) durchgeführt.

Auf Grundlage dieser Beurteilung wird der Stoffsicherheitsbericht (Chemical Safety Report, CSR) erstellt, der alle erforderlichen Risikomanagement-Maßnahmen enthält. Diese Maßnahmen müssen vom Verwender strikt beachtet werden, damit der Stoff sicher verwendet werden kann.

 

CLP-Verordnung

Seit 2010 werden Stoffe durch BRÜGGEMANN gemäß der CLP-Verordnung (EG) 1272/2008 eingestuft, gekennzeichnet und verpackt.

Andererseits sind in Sicherheitsdatenblättern, die bis zum 31.05.2015 erstellt wurden, auch noch die Einstufungen nach der Stoffrichtlinie 67/548/EWG im SDB  enthalten. Dies ist erforderlich um die Einhaltung von Vorschriften, die sich auf die „alte“ Einstufung beziehen, gewährleisten zu können.

Unabhängig von der Übergangsfrist bis 01.06.2015 erfolgt die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Gemischen durch BRÜGGEMANN gemäß der CLP-Verordnung.

Für die Kennzeichnung auf der Produktverpackung besteht eine Übergangsregelung bis 2017. Deshalb kann es bis zum 1. Juni 2017 möglich sein, dass ein Produkt noch gemäß Richtlinie 1999/45/EG gekennzeichnet ist, im  Sicherheitsdatenblatt aber die entsprechende GHS-Kennzeichnung aufgeführt ist. In diesem Fall ist dann die GHS-Kennzeichnung für die Arbeitsschutzmaßnahmen maßgebend.